5.17 B e g s t e
 
14 x 19.2 inches | 35 x 48 cm

The Dharma protector Begste originally was considered Lord of War in Central Asia, as indicated by his name, meaning "Copper Shirt of Mail", and his clothing. He was taken to be the son of a demon (yaksha) and a goblin (rakshasi). Unlike some other protectors, Begste is reckoned as a lower protector because he did not achieve complete liberation; hence a Buddhist can not take refuge with him but can urge to perform the good work of protecting institutions and practitioners of the Dharma.

Begtse appears surrounded by flames and smoke, accompanied by his demoniac attendants, the Eight Knifeholders [gri-thog], ho cut corpses to pieces on the battlefield. In warrior posture [pratya-lidha] he tramples the carcass of a horse and he corpse of a man. The dark lotus on which they lie is covered with a lake of blood.

Begste is of compact appearance; his red face look furious and he wears a richly embellished cuirass and Mongolian boots. With is right hand he swings a sword of his left arm he holds a bow and arrow and a spear with a banner. His left hand holds a human heart near his mouth so h can devour it with his boarlike fangs. He is attended by Sogdag [left] riding a wolf and his man-eating, red faced sister Dongmarma [right].

The upper scene indicates the origin of the painting; it shows four hierarchs of the Geluk Order sitting around the red Amitabha.

The Thangka in its gloomy, agitated atmosphere is not specially painted for meditation, but rather projects destruction an death. Its function is nit to inspire the fear and dread but to warn about lost, senseless live an to appeal for liberation from hatred and passion. In Tibet Begste is no longer worshiped as Lord of war, but as Mediator of Peace.

Der Dharmapala Begtse war ursprünglich ein zentralasiatischer Kriegsgott, worauf sein Name "Kupfernes Panzerhemd" und seine Kleidung hinweisen. Der Dharmapala Begtse galt als der Sohn eines Dämon (yaksha) und einer Koboldin (rakshasi) und wird zu den niederen Schutzgottheiten gerechnet, zu denen man, im Gegensatz zu einem Yidam, keine Zuflucht nehmen kann, weil sie selbst noch nicht die volle Befreiung erlangt haben.

Begtse erscheint von Flammen und Rauch umgeben mit seinem dämonischen Gefolge, den "Messerhaltern" [gri-thog], die auf dem Schlachtfeld die Leichen zerschneiden. Im Ausfallschritt [pratya-lidha] - der Kriegerpose - tritt Begtse auf den Kadaver eines Pferdes und auf eine Leiche. Der dunkle Lotos, auf dem sie liegen, ist von einem See aus Blut bedeckt. Begtse ist von gedrungener Gestalt mit zornigem roten Gesicht und trägt einen reichgeschmückten Panzer sowie mongolische Stiefel. In seiner Rechten schwingt er ein kupfernes Schwert, in seiner linken Armbeuge hält er Pfeil, Bogen und einen Speer mit einem Banner.

Mit der linken Hand führt er ein menschliches Herz zum Mund, um es mit seinen Keilerzähnen zu zerreißen. In der Höhe des Lotos erscheinen als Begtses Begleiter: der auf einem Wolf reitende Sogdag [inks] und seine menschenfressende, rotgesichtige Schwester Dongmarma [rechts]. In der oberen Bildebene, die die Herkunft des Bildes anzeigt, thronen vier Hierarchen der Gelugpas neben dem roten Amitabha.

Dieses Thangka mit seiner spannungsgeladenen und düsteren Atmosphäre ist nicht als Meditationsbild gedacht. Es soll jedoch dem Betrachter die Welt der Vernichtung und des Todes eindringlich vor Augen führen - dies jedoch nicht, um Angst und Schrecken zu erzeugen, sondern um vor einem sinnlos verlorenen Leben zu warnen und gleichzeitig dazu aufzurufen, sich von Haß und Leidenschaft zu befreien. Deshalb wird Begtse in Tibet nicht mehr als Kriegsgott, sondern als Friedensstifter verstanden.

G.W. Essen and T.T. Thingo
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