Dhyani Buddha Amitabha
Tib.: ´Od.dpag.med

Amithâbha
Den Westen beherrscht, aus der roten Keimsilbe Hrî hervorgehend, Amithâbha - der Buddha des unermeßlichen Lichtes. Er ist der Herr des westlichen Paradieses "Sukhâvati". Er wird meistens mit der Geste der Meditation ["dhyâna-mudrâ"] mit einer Almosenschale dargestellt. Sein Element ist "Feuer", sein Reittier der Pfau. Als Prajnâ ist ihm Pândarâ beigegeben. Darstellungsform zeigt ihn gemeinsam mit dem Medizinbuddha Bhaishayaguru-Buddha.

Der Überlieferung nach soll Amitabha ein König gewesen sein, der, nachdem er mit der buddhist. Lehre in Berührung gekommen war, auf seinen Thron verzichtete und unter dem Namen Dharmakara Mönch wurde. Er faßte den Entschluß, ein Buddha zu werden und dadurch in den Besitz eines Paradieses zu gelangen, in dem es seine Verdienste erlauben würden, den darin Lebenden bis zu ihrem endgültigen Eingehen ins Nirvana ein Leben in Seligkeit zu gewähren. Er legte 48 Gelübde ab, die ihn verpflichteten, die Wesen auf dem Weg zur Erlösung zu unterstützen.

Die Amitabha-Verehrung stellt einen wesentlichen Wendepunkt in der Entwicklung des Buddhismus dar. Mit ihr eröffnet sich ein neuer Heilsweg, der nicht durch eine endlose Anzahl von Wiedergeburten führt. Nicht durch eigene Kraft wie in der ursprünglichen Lehre, sondern dank der Hilfe von außen, durch den Erlösungswillen eines Buddha, wird der Zugang zur Erlösung in schneller, leichter Weise möglich Allein das Anrufen des Namens von Amitabha, vor allem in der Todesstunde, genügt, um in einer Lotosblüte im Paradies Sukhavati wiedergeboren zu werden.

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